Feuermal (Nävus flammeus)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Der Nävus flammeus (auch Feuermal genannt) ist eine weit verbreitete harmlose Veränderung der Hautoberfläche, die zu den angeborenen Fehlbildungen zählt. Eine häufige Lokalisation ist der Hinterkopf – ein dort auftretender Nävus flammeus wird auch als der sogenannte Storchenbiss bezeichnet. Wir erklären Ihnen, was diese angeborene Fehlbildung bedeutet, wie sie entsteht und wie sie behandelt werden kann.

Definition

Was ist ein Nävus flammeus?

Ein Feuermal (Nävus flammeus) ist eine gutartige Erweiterung der feinen Blutgefäße an der Haut, die sich als hell- bis dunkelroter Fleck unterschiedlicher Größe präsentiert. Es handelt sich um eine gutartige Gefäßfehlbildung, die in der Regel harmlos ist und sich in zunehmendem Alter zurückbilden kann. Das Feuermal tritt bereits bei der Geburt auf und kann an jeder Körperstelle entstehen.

Ursache

Was ist der Grund für die Entstehung?

Die gutartige angeborene Gefäßfehlbildung entsteht, wenn sich Blutgefäße nicht richtig zusammenziehen können. Sie sind dauerhaft erweitert, weil ihnen wichtige Nervenfasern fehlen. Durch die Ansammlung der roten Blutkörperchen konzentriert auf einer Stelle, schimmern die Blutgefäße in diesem Hautareal intensiver als an der restlichen Haut durch.

Symptome

Wie zeigt sich ein angeborenes Feuermal?

Die Hautveränderung trägt nicht umsonst den Namen „Feuermal“: Ein Nävus flammeus erscheint oftmals so, als wurde mit einem beliebigen Stempel ein Zeichen in die Haut gebrannt. Das Mal ist charakterisiert durch eine unregelmäßige Form und besitzt klar erkennbare Grenzen.

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Diagnose

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Das Feuermal lässt sich durch das Erscheinungsbild schnell diagnostizieren. Der Arzt kann schnell feststellen, ob es sich um ein harmloses Feuermal handelt. An dieser Stelle kann gesagt werden, dass 99% aller Feuermale unkompliziert und nicht weiter abklärungsbedürftig sind.

Wenn es sich um großflächige Areale handelt, gibt es ein paar spezielle Testverfahren, die die Diagnose und Ausprägung erfassen:

1. Drucktest

Übt man Druck auf die betroffene Hautstelle aus, wird das Hautareal bei einem Nävus flammeus hautfarben. Das liegt daran, dass der Blutfluss gestoppt wird und dadurch die Haut nicht mehr intensiv rot erscheint. Sobald der Druck weggenommen wird, schimmert der Bereich erneut in einer rötlichen Farbe. Der Arzt benutzt für den Test unterschiedliche Hilfsmittel wie zum Beispiel einen Spatel aus Glas oder anderem durchsichtigen Material.

2. Magnetresonanztomografie

Bei besonders großflächigen Hautveränderungen, also vielen fehlgebildeten Blutgefäßen mit den beschriebenen Merkmalen können die Areale zusätzlich mit einer Magnetresonanztomografie (auch MRT oder Kernspintomografie) abgeklärt werden. Der behandelnde Arzt kann mithilfe der Bildgebung feststellen, wie tief die fehlgebildeten Gefäße liegen.

3. Ultraschall

Ist die Hautveränderung entlang des Armes oder Beines festzustellen, werden spezielle Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt. Bei der Sonografie kann bereits im frühen Kindesalter untersucht werden, ob tieferliegende erweiterte Blutgefäße vorhanden sind.

Therapie

Wie kann man ein Feuermal entfernen?

Obwohl das Feuermal völlig harmlos ist, möchten viele Betroffene die Hautveränderung, je nach Lokalisation, am liebsten „verschwinden“ lassen. Grund dafür ist, dass es als kosmetisch störend empfunden werden kann - gerade dann, wenn sich das Feuermal an sichtbaren Stellen wie dem Gesicht, dem Dekolleté oder an den Händen befindet. Betroffene klagen oft über Berührungsängste, neugierige Blicke, lästige Nachfragen oder sogar Abneigungen von Mitmenschen.

Es gibt einige therapeutische Möglichkeiten das Feuermal zu entfernen:

1. Make-up

Wenn man keinen operativen Eingriff haben möchte, kann Make-up helfen. Speziell angefertigte Kosmetikprodukte mit den passenden Farbnuancen lassen ein Feuermal optisch verschwinden.

2. Lasertherapie

Hat der Betroffene den Wunsch, das Feuermal komplett verschwinden zu lassen, kann eine Lasertherapie helfen. Durch die Laserstrahlen werden die erweiterten Blutgefäße verödet, sodass die betroffene Stelle deutlich aufgehellt wird oder sogar ganz verschwindet. Für eine erfolgreiche Therapie sind mehrere Sitzungen mit einem gepulsten Farbstofflaser nötig.

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Die Bilder in der unten ausgeführten Slideshow wurden von der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen zur Verfügung gestellt.

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  • Altmeyer, P. (2019, August 1), Asymmetrischer naevus flammeus (Übersicht). Abgerufen 14. April 2021 https://www.altmeyers.org
  • Fritsch, P. & Schwarz, T. (2018), Dermatologie und Venerologie, 3. Auflage, Kiel, Letzter Zugriff: 25.03.2021